Projekt 3D Drucker

Seit Kurzem haben wir beim OlyNet e.V. auch einen 3D-Drucker!

Diese frohe Botschaft haben wir euch Mitte Januar verkündet. Es wird Zeit, euch mal auf den aktuellen Stand zu bringen. Nach dem Auspacken und dem ersten Druck war die Ernüchterung groß, ein 3D-Drucker ist leider kein Plug&Play Gerät. Wir konnten zwar am ersten Abend bereits Drucken, allerdings waren wir von der Qualität unserer Produkte noch nicht überzeugt. Wir begaben uns auf die Suche nach den perfekten Einstellungen und An- bzw. Umbauten für unseren Drucker:

  • Kühlungsschacht: Der originale Kühlungsschacht ist strömungsmechanisch ein Alptraum. Als ersten Versuch haben wir uns diese Alternative gedruckt. Dadurch wurde das Filament allerdings so stark abgekühlt, dass sich die Schichten nicht mehr richtig miteinander verbunden haben und die Bauteile anfällig gegenüber Scherkräften waren. Das war durch das Drosseln der Lüfter leicht in den Griff zu kriegen. Allerdings wurde der Bauraum durch den übergroßen Kühlungsschacht verkleinert und wir konnten nicht mehr zwei kleinere Modelle nebeneinander Drucken. Deshalb sind wir auf ein kleineres Modell umgestiegen. Leider ist uns dieser Kühlungsschacht zweimal mit Filament voll gelaufen und für den dritten haben wir ein paar Modifikationen vorgenommen. Aber uns wurde klar, wir müssen unseren Drucker überwachen können, damit wir sehen können, wann etwas schief läuft.
  • OctoPrint: Mit der Installation von OctoPrint auf einem Raspberry Pi eröffneten sich uns ganz neue Möglichkeiten. Bisher musste man immer das Modell auf einer SD-Karte speichern und den Druck von Hand starten. Durch OctoPrint können wir den Drucker direkt von unseren Computern steuern, Drucke starten und vorallem auch überwachen. Sämtliche Einstellungen lassen sich live ansehen und verändern. Wir haben einen Livestream vom Druck, aus dem ein Zeitraffervideo generiert wird. Zudem gibt es eine Visualisierung der einzelnen Schichten, die gedruckt werden, und wir bekommen Benachrichtungen zu den Drucken in Slack.
  • Abdeckungen: Um für gleichmäßige Bedingungen während des Druckes zu sorgen, haben wir Abdeckungen gebaut, da 3D-Druck ziemlich anfällig gegen kalten Luftzug ist. Dies haben wir insbesondere vor einigen Tagen zu spüren bekommen. Bei der eisigen Kälte waren selbst die Abdeckungen nicht genug. Vom Fenster kam kalte Luft, die unsere Drucke nicht richtig haften lassen wollte. Erst nachdem sich der Druckraum aufgeheizt war, lief alles nach unserem Wunsch. Für die Front haben wir Halter gedruckt, in die eine Acrylglasscheibe
    geschoben wird. Den vorderen Teil für die obere Abdeckung haben wir ebenfalls gedruckt. Den Rest haben wir mit einem Laser zuschneiden lassen.

So langsam aber sicher sind wir der Meinung, die Drucke entsprechen unseren Wünschen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Geplant sind die Einstellungen noch weiter zu optimieren, unser Werkzeug am Deckel anzubringen, 3D-Druck für nicht OlyNetler, also euch, auf unserer Website anzubieten, einen Dual Extruder einzubauen…

Ihr habt Interesse, etwas drucken zu lassen oder wollt selbst Einblicke in die additive Fertigung bekommen und bei uns mitmachen? Dann meldet euch unter 3d@olynet.eu oder schaut in einer der Sprechstunden vorbei. Am Anfang des Sommersemesters 2018 wird es eine Veranstaltung zur Einführung in den 3D-Druck geben.

3D-Drucker mit Anbauten

3D-Drucker mit Anbauten

OctoPrint

OctoPrint