Aufräumarbeiten im OlyNet „Rechenzentrum“

Am vergangenen Wochenende habt ihr eventuell eine längere Downtime unserer Infrastruktur bemerkt. Dies war jedoch ein geplantes Projekt und kein Fehler.

Denn seit langer Zeit brannte uns der Zustand unseres Serverschranks unter den Fingernägeln. Wie so oft bei Strukturen, die über einen längeren Zeitraum wachsen, war auch hier irgendwann nur noch pures Chaos am Werk, wie man auf einigen der Bildern sehr schön erkennen kann.

Kabelsalat im Serverschrank

Kabelsalat im Serverschrank

Wir hatten uns also vorgenommen mit der frisch angeschafften Hardware und einiger Ausstattung endlich Ordnung in unser Herzstück zu bringen. In einem Verteilerraum des Gemeinschaftszentrums im Olympiadorf hat uns das Studentenwerk München freundlicherweise erlaubt unser Rack zu postieren, die folgenden Bilder sind alle dort aufgenommen.

Wir hatten uns zuvor ein paar Gedanken gemacht, wie der Umbau ablaufen sollte und wie wir uns unser Rack am Ende vorstellen. Diese Skizze hatten wir festgehalten und dabei schon einige Erweiterungsslots eingeplant.

Planung für Umbau des Serverracks

Planung für Umbau des Serverracks

Insbesondere haben wir schon Platz für eine (später sogar für zwei) USV gelassen, die wir früher oder später anschaffen möchten. Außerdem haben wir einen dritten Switch zu Managementzwecken eingeplant, hier reicht uns ein alter 10/100 MBit  Catalyst 3550 von Cisco. Der Switch verbindet Managementinterfaces (ähnlich zu IPMI) mit unserem Hauptswitch, später werden diese über eigene VLANs addressiert. Wenn einmal die USV dazu kommt, wird ihr Notfallsignal ebenfalls auf diesen Switch geschickt und von dort an alle Server transportiert.

Weiter war uns ganz besonders wichtig zwei Switches in unserem Schrank einzuplanen, redundante und „getrunkte“ Netzwerkkabel zu verlegen und alle Stromanschlüsse schon so vorzubereiten, dass wir später einfach auf USV umsteigen können. Daher haben wir zwei 19″-Leisten mit Kaltgerätesteckern im Schrank verbaut, welche später in die USVs geführt werden können.

Zunächst haben wir unsere Loadbalancer und Firewalls verlagert und so konfiguriert, dass die OlyNet-Wartungsnachricht auf der Website angezeigt wird. Anschließend wurden alle Geräte heruntergefahren und das Rack voll entkernt.

Anschließend wurden alle Maschinen und Geräte wieder Stück für Stück eingebaut und eine saubere Verkabelung eingezogen. Wir haben die Kabel zu den verschiedenen Switches farblich getrennt, Uplinks und Querverbindungen sind in nochmals anderen Farben abgebildet.

Nach einem langen Tag haben wir einen sauberen Schrank der nur darauf wartet weitere Maschinen aufzunehmen. Weitere Anschaffungen werden hoffentlich bald folgen, u.a. suchen wir noch nach einem baugleichen KVM-Switch und einem weiteren HP-Switch, um unsere Gerätelandschaft möglichst homogen zu halten.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden. Bis zur nächsten (hoffentlich wieder angekündigten) Downtime 😉